Buch: Wenn Grenzen keine sind – Management und Bergsteigen

Ich persönlich werde wohl in meinem Leben kein großer Malik-Fan mehr werden. Trotzdem finde ich im Buch „Wenn Grenzen keine sind – Management und Bergsteigen“ von Fredmund Malik einige gute Denkanstöße und er schreibt sicherlich viel Wahres. Im Folgenden möchte ich gerne wieder einfach einige Zitate, die mir besonders ins Auge gefallen sind auflisten. Zumindest für die bergbegeisterten unter uns ist dieses Buch wohl ein Muß 😉

Buch: Wenn Grenzen keine Sind - Malik
Buch: Wenn Grenzen keine Sind – Malik

Zitate

„Management ist jene gesellschaftliche Funktion, welche die Organisationen einer Gesellschaft dazu befähigt, richtig zu funktionieren, damit sie ihren Zweck zuverlässig erfüllen können.“

„Ich halte es auch für eine der gesellschaftspolitischen Irrlehren, dass Organisationen in Wahrheit nicht Management, sondern charismatische Leadership benötigen.“

„Unvermeidlich kommen immer wieder dieselben zwei Typisierungen in die Diskussion, die der amerikanische Psychologe Douglas McGregor 1960 in ’The Human Side of Enterprise’ dargestellt und mit den Begriffen ’Theorie X’ und ’Theorie Y’ bezeichnet hat. Diese zwei Menschenbilder waren schon damals uralt. … Für das Management sind sie weitgehend untauglich, weil sie mehr Schaden als Nutzen stiften.“

„Wer sich auf Menschenbilder fixiert, läuft nicht nur Gefahr, den Menschen Unrecht zu tun, sondern er vernachlässigt das Wichtigste im Management: nämlich herauszufinden, was der Einzelne kann, welche Stärken er hat – und ihn dort einzusetzen, wo er einen Beitrag zu leisten vermag.“

„Das Überschreiten von scheinbaren Grenzen findet dort statt, wo Menschen sich nicht fragen, ob sie motiviert sind und Lustgewinn erwarten dürfen, sondern wo sie sich aufgerufen fühlen, eine Aufgabe zu erfüllen, eine Situation zu meistern und eine Pflicht zu tun.“

„Durch die überwiegende Fokussierung auf Schwächen übersieht man leicht, dass Menschen durch die Beseitigung von Schwächen nur selten erfolgreich werden können, sondern ausschließlich dadurch, dass sie ihre schon vorhandenen Stärken weiterentwickeln und voll nutzen.“

„Gefühle selbst und allein sind keine Hilfe dafür, solche Systeme und Situationen zu verstehen und darin richtig zu handeln.“

„Der Mensch ist ein soziales Wesen nur in dem Maße, wie er gelernt hat, Regeln zu befolgen, statt seinen Impulsen nachzugehen. Er ist human, nicht weil er Emotionen hat; er ist human, weil er seine Emotionen unter Kontrolle gebracht hat.“

„Sinn kann man nicht geben, nur finden.“

„Als Führungskräfte können wir aber zwei Dinge tun: dafür sorgen, dass den Menschen der Sinn nicht genommen wird, und für die Menschen die Möglichkeit schaffen, dass sie ihren Sinn finden können.“

„Wenn man keine Information über die Zukunft hat, dann gibt es nur eine taugliche Strategie, nämlich sich auf alles vorzubereiten, um im entscheidenen Moment richtig handeln zu können.“

„Die Maxime, die im Management zu gelten hat, lautet: Fehler darf man nicht machen.“

2 Gedanken zu „Buch: Wenn Grenzen keine sind – Management und Bergsteigen

  • 1. Dezember 2015 um 10:06
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    „Fehler darf man nicht machen“ – aber Fehler zu machen ist unvermeidlich, insbesondere wenn man Entscheidungen fuer die Zukunft trifft. Wichtig ist, Fehler nur einmal zu machen, und den Schaden gering zu halten. Fail fast – and cheap 🙂

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    • 1. Dezember 2015 um 10:08
      Permalink

      Genau so sehe ich das auch!

      Antwort

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